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Webtools für Einzelunternehmer

Ja, ich bin ab morgen auch einer der zahlreichen Einzelunternehmer. Aber dazu demnächst mehr. Ich bin heute mit einer lieben Freundin auf einen Kaffee in der Sonne gesessen und wir haben über Gott und die Welt geplaudert. Sie, schon länger selbstständig, musste sich in letzter Zeit auch mehrmals meine zahlreichen Fragen anhören und hat mir trotzdem immer, sehr gerne, weiter geholfen. Beim Punkt „Webtools die einem das Leben erleichtern“ bin dann aber wohl ich derjenige der weiterhelfen kann. Daher hier meine Erfahrungen der letzten Zeit. Vielleicht kann es auch jemand anderer benötigen.

Zeiterfassung

mite

Wie lange arbeite ich eigentlich? Welches Projekt verschlingt wie viele Stunden? Wie konnte nur die Woche so schnell vergehen, was hab ich getrieben den ganzen Tag?
Das sind nur einige der Fragen die sich wohl jeder Selbstständige stellt. Vor allem Einzelunternehmer oder Homeworker die von zu Hause arbeiten und keinem geregeltem Tagesablauf nachgehen.

Mein Lieblingstool um Arbeitszeiten zu erfassen heißt mite!, das Tool kann was es können muss, nämlich Zeit erfassen. Nicht mehr und nicht weniger. Gut, es ist hier auch möglich verschiedene Kunden, unterschiedliche Projekte und diverse Leistungen anzulegen. Man kann Leistungen wie „Fotos bearbeiten“, „Recherche“, „Programmierung“, „Meetings“ und co definieren und diesen unterschiedliche Stundensätze zuordnen. Schließlich hat man für ein Kundenmeeting einen anderen Stundensatz wie für das Programmierung einer Social Media App. Man kann Projekten ein gewisses Kontingent an Stunden zuordnen und behält den Überblick wenn die Arbeitszeit aus dem Ruder gerät. Und man hat über alle Funktionen eine Report Funktion mit der Möglichkeit nach allen Kriterien zu filtern. Details zu den Funktionen findet man übersichtlich in der mite!-Website. Ein weiterer großer Vorteil sind die zahlreichen Add-ons. So gibt es Apps für iPhone und Android (hier empfehle ich aber lieber die direkte Nutzung über den Smartphone Browser) sowie Schnittstellen zu Rechnungstools wie billomat, SalesKing, easybill und co.

Kosten: mite! kostet 5 € (inkl. MwSt.) pro Benutzer und Monat und kann monatlich gekündigt werden. 30 Tage kostenlos testen ist ebenso möglich.

Rechnungstool

billomat

Die vielen Stunden und Leistungen müssen natürlich auch irgendwie verrechnet werden, schließlich will man am Ende des Monats seine Steuern seine Miete bezahlen.

Ich gebe zu, es gibt hier zahlreiche Tools, ich möchte aber nur eines vorstellen, weil ich damit bereits gute Erfahrungen gemacht habe und es alles kann, was ich erwarte. Vielleicht ein Glückstreffer, vielleicht können es andere Tools auch. Ich bin auf alle Fälle zufrieden mit billomat. Kundenverwaltung, Produkte und Dienstleistungen verwalten, Angebote schreiben, Bestellungen verwalten, Rechnungen legen, Mahnwesen und eine übersichtliche Umsatzentwicklung sorgen dafür dass man stets den Überblick behält. Warum ich bei billomat hängen geblieben bin ist vor allem die Gegebenheit dass ich es für meine Zwecke kostenlos nutzen kann. Wer anfangs nur wenige Kunden hat, kommt vermutlich mit dem kostenlosen Tarif sehr gut aus. Wem das billomat Logo auf Rechnungen oder Angeboten stört kann um 6 € diese deaktivieren. Details erklärt folgendes Video.

Das allerbeste ist jedoch, man kann direkt auf die Zeiterfassung mite! zugreifen und so die gearbeiteten Stunden 1:1 automatisch verrechnen. Ein Tutorial erstelle ich bei Bedarf gerne.

Kosten: billomat kann (sofern das billomat Logo auf Rechnungen nicht stört) kostenlos genutzt werden (max. 5 Dokumente pro Monat und 25 Kunden), für 6 € (exkl. MwSt.) gibt es die gleichen Leistungen nur ohne Werbung. Mit der Zeit wird vermutlich ein Wechsel zu einem höheren Tarif nötig. Um 12 € (exkl. MwSt.) kann man bereits 500 Kunden verwalten und 50 Rechnungen/Angebote pro Monat verschicken.

Newsletter

mailchimp

Wer hasst liebt sie nicht, die monatlichen, wöchentlichen oder gar täglichen Newsletter? Aber sie sterben nicht aus, vermutlich weil sie immer noch gelesen werden?! Also warum nicht auch die eigenen Kunden mit wichtigen Neuigkeiten quälen informieren?

Hier für nutze ich Mailchimp. Auch hier kommt man anfangs bequem mit einem kostenlosen Account aus. Max. 2.000 Newsletter Empfänger und max. 12.000 Mails pro Monat stehen kostenlos zur Verfügung. Vor allem für meine Zwecke beiweiten ausreichend. Mit Mailchimp lassen sich verschiedene Empfänger Listen anlegen, es gibt eine übersichtliche Reporting Funktion und das An- sowie Abmelden funktioniert automatisch, das spart nicht nur Nerven sondern im Endeffekt auch Geld. Es lassen sich schnell und einfach (per Baukasten System, aber bei Belieben auch per Coding) individuelle Templates erzeugen. Wer einen Brief in Word formatieren kann, schafft dies ebenfalls. Es stehen aber auch zahlreiche vorgefertigte Templates zur Auswahl bereit, welche mit ein paar Klicks angepasst werden können. Weitere Features (die aber einen kostenpflichtigen Account voraussetzen) sind A/B Tests, Newsletter die automatisch via RSS Feed befüllt werden oder die Inbox Inspection die die jeweiligen Newsletter Templates in den gängigsten Email Clients für Testzwecke anzeigt. Eine Übersicht aller Features, mit Screenshots, findet man auf der mailchimp Website. Wer nicht sicher ist ob so ein Newsletter wirklich ansprechend aussieht, oder wer der Meinung ist sowas nicht zu brauchen, dem empfehle ich hier einen kurzen Blick drauf zu werfen.

Kosten: Mailchimp kann mit einer Beschränkung auf max. 2.000 Empfänger bzw. max. 12.000 Mails pro Monat kostenlos genutzt werden. Darüber hinaus stehen diverse Bezahl Möglichkeiten zur Verfügung. Wer viele Empfänger hat, aber unregelmäßig versendet ist vermutlich das „Pay as you go“ Kredit System am sinnvollsten.

Notizen

evernote

Ah ich wollte doch noch … 

Eine einfache und ebenso geniale Notizen Verwaltung ist evernote. Hier lassen sich auch über Apps direkt vom Smartphone Fotos, Videos, Sprachaufzeichnungen und natürlich auch Texte abspeichern. Mittels Suche findet man schnell wonach man sucht. Auch hier stehen mehrere Apps zur Verfügung die den Dienst erweitern. So kann man mit Skitch ansprechende Skizzen erstellen oder mit Food lassen sich Rezepte und Speisen die man mag speichern. Evernote ist keine Cloud App, steht aber auf allen gängigen Systemen zur Verfügung.

Kosten: Evernote kann kostenlos genutzt werden. Für die zahlreichen Smartphone Apps können Gebühren anfallen. Euch Evernote finanziert sich über ein Premium Model, mit dem zahlreiche weitere Funktionen zur Verfügung stehen.

Social Media

hootsuite

Ich erkläre hier nicht wie man eine Facebook Page erstellt, einen Twitter Account anlegt oder was Pinterest ist! Aber da es hier um Tools geht, hier ein Tool welches vielleicht nicht so viele kennen.

Social Media Management lautet das Zauberwort. Vor allem wenn es darum geht mehrere Firmen effizient auf den verschiedensten Plattformen zu vertreten, zu betreuen und auf Anfragen und Reaktionen anderer schnellstmöglich reagieren zu können. Bei mir zum Einsatz kommt hier schon länger Hootsuite. Zugegeben, ich bin hier eher ein Muffel und beschränke mich meist nur auf Facebook. Aber auch hier wird es schön langsam etwas mühsam. Immerhin betreue ich 15 Facebook Pages mit insgesamt knapp 10.000 Fans. Daneben natürlich noch mein privates Profil sowie mehrere Twitter, YouTube, google+ und foursquare Accounts. „One to rule them all“ gilt nicht nur für den Ring aus Herr der Ringe, es trifft auch auf hootsuite zu. Was hootsuite kann zeigt am einfachsten folgendes Video.

Kosten: mit dem kostenlosen Account kann man bis zu 5 Social Media Profile verwalten. Um 7.99 € kann man zu einem besseren Account wechseln und so bis zu 50 Profile verwalten. Eine 30 Tage kostenlose Testversion, des Bezahl-Accounts, steht auch hier zur Verfügung.

Dateiverwaltung

dropbox

Am Desktop arbeiten und vergessen die Datei auf den USB Stick zu kopieren um damit am Laptop unterwegs weiterarbeiten zu können? Große Datenmengen mit Freunden oder Arbeitskollegen teilen?

All das kann Dropbox. Der wohl bekannteste Dienst erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wurde daher in der Vergangenheit bereits Ziel für Angriffe und so negative Schlagzeilen. Meiner Meinung nach ist es egal auf welchem Rechner die Daten liegen, sobald das Gerät am Internet hängt können diese immer Ziel für Angriffe sein. Vermutlich sind die Daten in der Cloud sogar sicherer als am heimischen Desktop Rechner. Wer sich um die Sicherheit der eigenen Daten sorgt empfehle ich die Verschlüsselung der Daten mittels SharedSafe oder BoxCrypter. Weitere Infos zu den beiden Diensten findet ihr im netzwertig Blog.

Aber Dropbox ist mehr als nur eine Dateiverwaltung in der Cloud. Neben dem Dienst haben sich zahlreiche Anbieter angesammelt die, die Dropbox z.b. dafür verwenden um automatische WordPress Backups anzulegen und abzuspeichern oder sogar ganze Websites in der Cloud hosten. Weiteres witziges Tool zur Automatisierung mittels Dropbox ist ifttt (if this then that). Egal ob hochgeladene Facebook Fotos oder ob per Mail empfangene Anhänge automatisch in der Dropbox gespeichert werden. Man kann sich sogar per Mail erinnern lassen wenn der Wetterbericht Regen ankündigt oder foursqare Checkins automatisch im google calender speichern.

Fazit

Die Vielfalt an Tools ist enorm, hier alles auszuprobieren verschlingt vermutlich mehr Zeit als diese jemals ersparen. Ebenfalls aufpassen muss man bei den Kosten. Die meisten Tools bieten eine Auswahl an Möglichkeiten kostenlos zur Verfügung oder beschränken die Dienste anderweitig. Wer der Dienste uneingeschränkt oder im vollen Funktionsumfang nutzen möchte wird meist zur Kassa gebeten.

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Virale Kampagne? – So schau ma aus!

Kennt ihr den „ÖSI BUA“? Seit kurzer Zeit streift dieser, offen und sympatisch wirkender, mit witzigem Aussehen und noch witzigerem Akzent durch die Weiten des Social Web. Doch wer oder was ist dieser Ösi Bua, und was steckt dahinter? Eine kleine Sammlung an Gedanken.

Es war vor einem Monat als ich dieses Video auf Youtube entdeckte. Grandios gemacht, witziger Akzent, moderner Sound. Alles in allem, einfach ein Video zum herzeigen und liken. Doch irgendwie erinnert mich dieser ganze Stil an die „Mach es machbar“ Kampagne 2009 aus dem Hause Microsoft. (Infos dazu findet ihr hier.) Der ganze Stil wie die Videos gefilmt werden, dieser absichtlich inszenierte Amateurcharakter, das ganze Drum herum. Ich bin der Meinung dass es sich dabei um eine Art virale Kampagne handelt.

Virale Kampagne? Aber für welches Unternehmen?

Diese Kampagne dient vermutlich keinem Unternehmen, eher einer politischen Institution oder ähnlichem. Wer sich dieses Video ansieht, könnte vermuten in welche Richtung es geht.

Da taucht der 22-jährige Cedrick mit offensichtlichem Migrationshintergrund in Lederhose und perfektem Dialekt bei einer FPÖ Kundgebung auf und präsentiert sich selbst. Mit sehr unterschiedlichen Reaktionen. So gesehen könnte dies eine Kampagne gegen die Rechte Szene und gegen Rassismus sein.

Mittlerweile haben Ihn sogar bereits die Österreichischen Medien entdeckt, so berichtet z.b. Puls4 im Stadtreport über den Oberösterreicher.

Auf der Website seines Produzenten steht auf alle Fälle dass der Erlös aus dem Verkauf der Aktion „SOS Mitmensch“ zugute kommt.

Wir werden sehen ob es nur eine Art Spenden Aktion oder doch etwas größeren ist. Fakt ist auf alle Fälle, es ist eine coole Aktion.

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Wunderkit beta ist online

Lange angekündigt und da ist es, Wunderkit aus dem Hause 6wunderkinder. Wer jetzt mit einer Eierlegenden-Vollmilch-Sau gerechnet hat, wird vermutlich enttäuscht sein. ToDo Verwaltung mit Team Integration, viel mehr ist es nicht. Zumindest auf den ersten Blick. Und ob sich die Team Funktion bewährt, wird sich auch erst zeigen. Alleine lässt es sich schwer testen.

Beta Invites

Um den Hype natürlich so hoch hinauf zu treiben wir nur möglich, gibts die Beta Version natürlich nur mit Einladung. Also wer einen Invite für Wunderkit haben möchte, einfach einen Kommentar hinterlassen.

Als Vorgeschmack ein nettes Walkthrough-Video.

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Zwischen Weblogs und Facebook Zensur

Durch einen Link in einer Facebook Gruppe wurde ich auf eine Blogbeitrag von Luca Hammer zur Blogparade „Trend. Meiner.“ aufmerksam. Darin macht er sich Gedanken über Facebook, Twitter und Google+. Facebook, er nennt es das neue MySpace, wird als Adressbuch benutzt. Twitter dient vorwiegend für kurze Meldungen. Sein Kopf aber gehört Quora, sein Herz Path. Zu seinem Blog schreibt er abschließend folgendes:

Der Blog wird wieder Meta und Basis. Dort wo man sich Gedanken über alles andere und sich selbst machen kann. Und der Ort, wo man sich in Themen vertieft. Und der Ort, wo man Gedanken abladen kann.

Für mich ist Facebook mehr als nur Adressbuch, für mich dient es als Informationsquelle sowohl über Freunde als auch über Firmen und Marken, zum Zeitvertreib, im Prinzip rein zur Unterhaltung. Twitter und Google+ tümpeln vor sich hin und bekommen eher selten Beachtung, da mir meist die Zeit fehlt. Quora kenne ich noch nicht, und Path hatte ich zwar versucht, aber wieder sein gelassen da es niemand in meinem Bekanntenkreis benutzt.

Zu Lucas Vorhaben, den eigenen Blog als Basis zu verwenden, als einen Ort zu betrachten an dem man seine freien Gedanken abladen kann, gefällt mir. Hätte ich meine „Neujahrsvorsätze“ nicht auf 3 Punkte beschränken, wäre dies Punkt 4 geworden. Blogs sind beständig, hier bin ich Herr der Lage, kann selbst entscheiden was publiziert wird. Und vor allem, ich brauche mich von niemanden zensieren lassen, wie es bei Facebook scheinbar oft der Fall ist.

Über Zensur schreibt nämlich auch Iwona von Digital Affairs. Sie berichtet über ein gelöschtes Video auf Grund von angeblichen Urheberrechtsverletzungen. Im Video waren leere Räumlichkeiten, ohne Hintergrundmusik oder Ähnlichem zu sehen/hören. Nach unterschriebener eidesstattlicher Begründung war das Video wieder verfügbar. Halb so wild, aber es kommt noch besser.

Vergangene Woche wurde ebenfalls durch das Digital Affairs Team über eine tolle Anti Drogen Kampagne berichtet. Facebook löschte diese Seite jedoch da es sich hierbei um kein privates Profil handelt. Nicht ganz verständlich da die Kampagne wirklich eine nette Aufmachung war und ein sinnvolles Ziel verfolgte, vor allem wenn man sich ansieht wie viele Firmen oder Gruppen noch immer als privates Profil agieren. Die eigentliche Frechheit ist jedoch, der oben erwähnte Beitrag in dem die Kampagne vorgestellt wurde, wurde samt einigen Likes und Kommentaren still und heimlich gelöscht. Hier frage ich mich, wo hört das Einhalten von Richtlinien auf und wo fängt die Zensur an? Auf Google+ habe dazu zufällig ein passendes Zitat gefunden. Frank Bueltge (er hat sich übrigens auch, wie Luca eingangs, mit dem aktuellen Trend beschäftigt) zitiert hier ein Kommentar zur Blogparade von Cem Basman

Ich finde es sehr schade, dass Leute glauben, eine Mietswohnung (G+/Facebook) wäre jemals ein adäquater Ersatz für das mit harter Arbeit mühsam ergaunerte Eigenheim (Blog).

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Welcome 2012 – Neujahrsvorsätze?

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Ein Jahr in dem ich beruflich sowie privat neue Wege gehen möchte. Einerseits möchte ich meine privaten Projekte ordnen, mich von gescheiterten trennen und bestehende vorantreiben. Was nach Neujahrsvorsätzen klingt, sind im Prinzip auch welche. Ich bin normal kein Freund dieser Vorsätze die meist schon am zweiten Tag des Jahres vergessen werden. Doch es muss sich etwas ändern. Und um ehrlich zu sein habe ich den Entschluss erst letzte Woche getroffen. Ich war Skifahren, somit hatte ich Zeit meine Gedanken zu sortieren und zu ordnen.

1. Mehr Ordnung in mein Chaos

Etwas was nicht nur mich nervt, sondern auch meine Freunde und Kollegen ist mein ständig vorherrschendes Chaos. Wenn „der Hut brennt“ bin ich zwar zur Stelle und erledige immer alles zur Zufriedenheit, aber wenn ich Dinge mit dem Vermerk „kannst du irgendwann mal“ aufgetragen bekomme, dann nehm ich es wörtlich und mach es halt erst irgendwann mal oder ich vergesse drauf. Ich habe bereits begonnen mir eine ToDo-List zu organisieren und bin selbst gespannt wie gut es funktioniert. Falls es funktioniert, werde ich darüber berichten.

2. Mehr Zeit für Sport nehmen

Das dürfte wohl einer der am häufigsten genannten Vorsätze sein, dennoch steht es auf meiner Liste fast ganz oben. Ich habe gegen Ende des letzten Jahres  immer weniger Sport gemacht. Waren es zu Beginn des Jahres noch 2 bis 3 Besuche im Fitness Center und war ich fast jede Woche eine Runde laufen, so ging es gegen Ende des Jahres fast gegen null. Das soll muss sich wieder ändern.

3. Mehr Zeit für die Fotografie

Der Punkt der mir wohl am leichtesten fallen wird, schließlich habe ich damit 2011 schon begonnen. Ich habe mir im Herbst 2011 meine neue Kamera, eine Canon EOS 60D gekauft, dazu einige Objektive und seit her macht das Fotografieren wieder Spaß. Anfangs dachte ich noch es liegt daran dass alles neu ist, aber mittlerweile hab ich fest gestellt wie viel Spaß es machen kann, wenn man eine etwas bessere (hatte zuvor nur 2 Standard Optiken) Fotoausrüstung sein eigenen nennen kann. Ich möchte darüber auch zu bloggen beginnen und bin noch am überlegen ob ich dazu einen neuen Blog ins Leben rufen soll oder ob ich dies auf diesem Blog tun soll.

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Aufs Wesentliche beschränken

Wir leben im Zeitalter der rasanten Informationsübertragung. Information ist immer und überall. Wo man früher erst einen Tag später in der Zeitung las, sich Briefe geschrieben hat oder sich daheim eine Telefonleitung oft mit mehreren Nachbarn teilte, so ist man heute ständig mit den aktuellsten Neuigkeiten versorgt. Ob man am Smartphone schnell seine Twitter Timeline liest, oder ob man am Laptop seinen Facebook Stream begutachtet, man kann mittlerweile aktuelle Geschehnisse, fast in Echtzeit, mitverfolgen. Informationen im Überfluss, immer und überall. Was natürlich auch sehr viele Vorteile hat, bringt aber auch zahlreiche Nachteile. Der Blick fürs Wesentliche fehlt einfach.

Der Blog

Früher, 2006, als ich zu bloggen begann, spielte sich der moderne Informationsaustausch nur auf dem eigenen Blog, und auf Blogs von Leuten die man im Feed Reader hatte, ab. Man kommentierte und verlinkte Beiträge anderer Blogs und erhoffte sich Ähnliches auf dem Eigenen. Man lernte einander bei ersten Treffen kennen, es entstanden sogar teilweise Freundschaften. Ich erinnere mich sehr gerne an diese, gute alte, Zeit zurück. Ich verbrachte täglich mehrere Stunden auf den verschiedensten Blogs, zu unterschiedlichen Themen. Schrieb fast täglich Blogbeiträge, verlinkte zu anderen Blogs oder kommentierte und diskutierte zu spannenden Themen. Man beobachtete gemeinsam die neusten Webstartups, tauschte Erfahrungen aus und stand sich mit Rat und Tat zur Seite. Doch gerade einige dieser Startups waren es, die die so geliebten Webblogs ziemlich alt aussehen liesen.

Facebook, Twitter & co.

Es muss ca. Mitte 2007 gewesen sein als ich mich bei Facebook registrierte. Man sah viele bekannte Gesichter der „Szene“, aber niemanden von „außerhalb“ der Web 2.0 Welt. Man war quasi unter sich, knüpfte erste Kontakte, schloss „Freundschaften“. Mit der Zeit entdeckten die ersten „Normalos“ Facebook, man traf alte Schulfreunde wieder, Arbeitskollegen und so weiter. Die Kommunikation, der Informationsaustausch, alles verlagerte sich immer mehr weg von den Blogs, Richtung Facebook. Natürlich in der Hoffnung den eigenen Blog bekannter machen zu können.

Zeitgleich kamen auch meine ersten Erfahrungen mit Twitter. Zuerst war ich maßlos überfordert. „Was mach ich hier“, „Was soll ich hier“ waren die Fragen die mich zu Beginn beschäftigten. Mein Interesse verschwand und so wurde mein Twitter Account bald wieder gelöscht. Erst 2009 habe ich dann wirklich verstanden worum es ging, und habe mich in der Welt der 140 Zeichen zu Recht gefunden.

Desto größer das Interesse der neuen Medien wurde, desto mehr ungelesene Blog-Beiträge sammelten sich im Feed-Reader. Desto mehr Artikeln wurden angefangen zu schreiben und nie veröffentlicht. Klar, auf Facebook oder Twitter konnte man seinen Mitteilungsdrang viel schneller und unkomplizierter befriedigen. Wenn man sich mein Archiv so ansieht, erkennt man schnell wann wie oft gebloggt wurde. Von November 2006 bis Jänner 2008 verging kaum ein Tag, an dem nicht mindestens ein Beitrag veröffentlicht wurde. Danach kamen immer wieder Phasen, in denen ich versucht hatte an die alte Intensität anzuknüpfen. Nie mit dem erwarteten Erfolg, und so verließ mich auch schnell wieder die Lust. Einer der Hauptgründe war sicherlich dass ich mit dem Blog ansich, nicht zu frieden war. Das Design gefiel nicht, die technischen Möglichkeiten fehlten, alles in allem verbrachte ich mehr Zeit mich um die Technik zu kümmern, als einen neuen Blog Beitrag zu veröffentlichen.

Die Wende?

Im Sommer machte ich mit Freunden zwei Wochen Urlaub in Österreich. Zuerst zu dritt in den Gasteiner Bergern, danach zu fünft eine Woche rund um den Großglockner. Die erste Woche in Gastein hatten wir eine fixe Unterkunft, ich konnte mein Smartphone also täglich laden und konnte es so den Tag über verwenden um ja nichts von den Informationen meines Umfeld zu versäumen. Was tut sich in der Arbeit? Was machen die Freunde daheim? In der ersten Woche wurde mein Verhalten noch belächelt. Die Freunde waren gespannt wie ich die zweite Woche (es war nicht sicher ob wir auf unserem Weg immer zu einer Steckdose kamen) ohne ständigem Informationsabruf überleben konnte. Ich hatte mir sogar noch einen mobilen Akku besorgt, der mein Smartphone unterwegs mit drei vollen Akkuladungen versorgen konnte. Doch nach der ersten Etappe, am ersten Ziel angekommen, war ich einfach nur von der Aussicht überwältigt. Wir saßen auf über 2.000 m und es begann zu schneien, mitten Im August. Am Tag davor noch einen kleinen Sonnenbrand bekommen, bauten wir am ersten Tag unserer Runde kleine Schneemänner. Ich genoss die Ruhe, die Abgeschiedenheit, die Idylle. Ich verstehe mich selbst bis heute nicht, aber in diesem Moment nahm ich mein Handy, drehte es ab und packte es in meinen Rucksack. Die Tage vergingen und ich hatte nie wirklich das Gefühl, etwas zu versäumen. Meine Freunde, jene die mich zuvor noch belächelten, saßen jeden Abend da und telefonierten mit ihren Familien daheim. Nur ich wollte von all dem nichts wissen. Am Ende der Runde, über welche ich sicherlich noch berichten werde, kam ich nicht nur mit knapp 8.00 Fotos, atemberaubenden Eindrücken zu Hause an. Ich kam auch mit der Erkenntnis nach Hause, dass es Zeit wurde mich aufs wesentliche zu beschränken.

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„Ideen Friedhof“

Gestern habe ich auf Facebook einen Beitrag gelesen, der mich wie man sieht, bis heute beschäftigt. Der Beitrag stammt von Hannes Offenbacher, der mir hoffentlich nicht böse ist wenn ich seine Facebook Statusmeldung hier veröffentliche.

Größe des Ordners „Ideen Friedhof“ auf meinen PC: 10GB +

Hannes Offenbacher

Mir geht es nämlich genau so. Jede Menge Ideen, Projekte und Träume im Kopf. Und immer wieder
die selbe faule Ausrede „Dafür fehlt mir die nötige Zeit“. Ist es nur eine Ausrede, oder komme ich mit meinen Gedanken immer nur vom Einen ins Andere, ohne jemals etwas fertig zu bringen?

Anfang macht dieser Blog. Schon lange hatte ich vor mir mein eigenes Theme zu erstellen. Und da war sie schon, die erste Idee, schnell wurde angefangen die Idee umzusetzen und noch schneller wurde wieder alles auf Eis gelegt. Danach kam eine neue Idee für ein einzigartiges Theme, es wurde wieder an der Umsetzung gearbeitet, … ihr könnt euch denken wie es weiter geht.

Heute habe ich zufällig die Themes von elmastudio entdeckt. Vor allem das Theme Piha gefiel mir von Anfang an und auch die Demo gefiel mir sehr gut. Schnell waren die 12 € überwiesen, das Theme installiert und ein paar kleinere Anpassungen getätigt. Und siehe da, ich bin gerade dabei meinen ersten Blogbeitrag zu schreibenveröffentlichen, nach fast knapp 5 monatiger Pause.

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Servicewüste Österreich

Ich frage mich gerade wie es so weit kommen konnte, dass man als Kunde froh sein muss, wenn man Kunde sein darf. Das denk ich mir in letzter Zeit immer häufiger, egal ob ich einen Café trinken gehe oder im Supermarkt ein paar Dinge kaufen möchte. Gott sei Dank gibt es Ausnahmen die einem dann doch noch das Gefühl geben als Kunde gerne gesehen zu werden.

Eigentlicher Grund für diesen Beitrag sind die beiden Mobilfunkanbieter A1 und T-Mobile die sich derzeit, zumindest in meinen Augen, ein Wettrennen liefern welche der Beiden wohl unfähiger ist. Angefangen hat alles am Sonntag, da habe ich nämlich versucht die aktuellen Tarife zu vergleichen und nach einem passenden Angebot für einen neuen Handyvertrag gesucht. Ich bin bestehender T-Mobile Kunde, und war bis dato bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten immer zu frieden. Der Hauptgrund ist alleine die Gegebenheit dass es mittlerweile günstigere Angebote gibt, als meinen derzeitigen Tarif.

Fündig wurde ich bei T-Mobile, Umstieg war im Kundenbereich der Website möglich und so habe ich dies auch selbstständig umgestellt und mich gefreut mir in Zukunft die Hälfte der Gebühren, bei besserer Flat, zu ersparen. So weit so gut dachte ich mir bis mir am Montag ( zu Hause bin ich mit dem Handy immer mittels WLAN im Internet) auffiel dass mein mobiles Internet nicht mehr funktioniert. Dachte zu erst es liegt vielleicht daran dass mein Vertrag umgestellt wird, habe es dann aber gegen Abend dennoch gewagt die T-Mobile Hotline anzurufen. Hier wurde ich dann von einer etwas unfreundlichen und dezent genervten Stimme begrüßt und nach dem Grund meines Anrufes gefragt. Ich schilderte kurz mein Problem und kam dann die Information dass die Dame nicht in ihrem System nachschauen könne, da sie ein technisches Problem hätten. Ich solle doch in ca. 2 Stunden wieder anrufen, da geht es dann bestimmt wieder. 2 Stunden später, gleiches Spiel. Gut, dachte ich, kann ja mal vor kommen und habe bis heute 13h gewartet und einen erneuten Versuch gestartet. Wieder angerufen, wieder eine leicht genervte Mitarbeiterin erwischt und … welch Überraschung … wieder die selbe Antwort bekommen. Ich hab es mir dann nicht nehmen lassen und meinte die gleiche Antwort hätte ich auch gestern bereits erhalten, als Belohnung bekam ich wieder eine etwas genervte Antwort –  „Ja ich weiß“. Meine Argumente ich bräuchte das Telefon beruflich und bin darauf angewiesen oder eine Preisreduktion meiner Grundgebühr wäre nett wenn das Internet schon den 2. Tag nicht geht wurden ignoriert. Darauf hin erkundigte ich mich über die Kündigungsmodalitäten und irgendwie hatte ich das Gefühl Gedanken lesen zu können und ein leises „Dann geh doch, Hauptsache du lässt mich jetzt in Ruhe“ zu vernehmen. Einmal abgesehen von der Tatsache, dass es ein Armutszeugnis ist, dass die Kundenserver bei T-Mobile schon über 24h nicht funktionieren erwarte ich mir als Kunden hier dann wenigstens freundlich um Entschuldigung gebeten zu werden. Da ich es sowieso in Erwägung ziehe zu A1 zu wechseln, fällt mir die Trennung aber nicht sonderlich schwer.

Doch A1 ist, zumindest was die interne Kommunikation angeht, um keinen Punkt besser. Gestern berichtete derstandard.at von „HTCs Android-Flaggschiff Sensation bei A1„. Die Freude war groß und nachdem ich auf der A1 Website nichts finden konnte rief ich die A1 Hotline an um mich genauer zu erkundigen und ein Gerät zu reservieren. Die Stimme am Telefon klang schon um einiges besser und ich sah mich schon fast verstanden und zufrieden. Doch auf die Nachfrage über das HTC Sensation bekam ich nur ein erstauntes „Das Gerät sagt mir gar nichts“ zur Antwort. Ich wurde aber zu einer weiteren Dame verbunden, die es wissen sollte. Dame #2 kannte zwar das Gerät, wusste aber überhaupt nicht ob bzw. wann das Gerät bei A1 verfügbar sein wird. „Aber ich habe doch gerade eben davon auf derstandard.at gelesen, hier hieß es, ab Ende Mai verfügbar und man könne das Gerät bereits vorbestellen“. Die wirklich freundliche Dame wunderte sich und hätte selber gerne gewusst woher hier derstandard.at die Information hatte. Später habe ich dann herausgefunden woher derstandard.at hier die Informationen hat, nämlich aus dem A1 Telekom Newsroom. Also erneut bei A1 angerufen, wieder auf Unwissenheit gestoßen. Habe aber dann mein voriges Telefonat geschildert und habe auf die Pressemitteilung hingewiesen. Nach einem kurzen „Bleiben Sie bitte kurz in der Leitung“ wurde ich gefragt wo ich dieses Gerät denn reservieren möchte. „Haha auf einmal geht es, dachte ich mir!“ und wir klären noch ab in welchem A1 Store („Nein Auhof geht leider nicht, dieser Store ist ein Franchise Store, wie wäre es mit dem Store auf der Mariahilferstrasse?“) und meine Vorfreude auf das neue Gerät fing an größer zu werden. Wenige Stunden danach bekam ich einen Anruf vom A1 Store mit der Stornierung meiner Bestellung. Grund hierfür, man wisse nicht wann das Gerät kommt und kann daher auch noch keine Reservierung entgegen nehmen.

So das war sie vorerst. meine kleine Geschichte über nette, freundliche, kompetente und gut informierte Mitarbeiter. Ich habe so die Befürchtung, die Geschichte wird noch so weiter gehen. Wir werden sehen. Auf alle Fälle fühle ich mich als Kunde einfach schlecht betreut und beraten und frage mich, wieso ich als zahlender Kunde so ungern gesehen werde.

Wie sind eure Erfahrungen zum Thema „Servicewüste Österreich“?

Gerade bei digitalps.at entdeckt. Auf eine Anfrage per Kontaktformular durfte Peter Hoffelner eine knappe Woche auf eine Antwort von Bob warten.

Nachtrag: Hatte gestern Abend ein erneutes Vergnügen mit der T-Mobile Hotline. Man teilte mir mit der Vertrag wird erst in der kommenden Nacht umgestellt. Mein Internet sollte ab 0:00 wieder verfügbar sein. Heute Morgen dann die Überraschung, ich hatte endlich wieder einen mobilen Anschluss an die weiten des WWW.