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Weltfriede durch Facebook

Durch Zufall bin ich vor einigen Tagen auf eine Facebook Unterseite gestoßen die die meisten von uns wohl unbekannt sein mag. Auf dieser Seite heißt es:

Lernt euch kennen
Facebook ist stolz darauf eine Rolle in der Förderung des Friedens spielen zu dürfen, indem es Technologien zur Verfügung stellt, die zum gegenseitigen Verständnis der Menschen beitragen. Indem wir Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen dabei helfen, sich miteinander zu verbinden und ihre Ideen miteinander auszutauschen, können wir zur Reduzierung weltweiter Auseinandersetzungen in naher und ferner Zukunft beisteuern.”

Facebook baut ja auf dem Prinzip “Jeder kennt jeden über 7 Ecken” auf. Somit liegt Nahe dass auf Facebook auch Freundschaften, direkt oder über Ecken, zwischen Menschen Gruppen zu finden sind, die im täglichen Leben alles andere als “Freunde” sind. Gemeint sind damit unter anderen die verschiedenen Religionen und deren Anhänger, egal ob Christen und Muslime, Muslime und Juden oder Sunniten und Schiiten. Aber auch geographisch bedingte Konflikte wie die zwischen Griechen und Türken oder Indien und Pakistan.

Facebook hat sich daher einem Projekt der Stanford Universität angeschlossen welches im Oktober 2009 ins Leben gerufen wurde. Das Projekt hat als Ziel den Weltfrieden zu fördern, auf Probleme aufmerksam zu machen und die modernen Medien und die Vernetzung der Benutzer untereinander zu benutzen um ein Stück in die richtige Richtung zu gehen.

Facebook dient vor allem dazu, Daten zu erheben und diese zu veranschaulichen. Sieht man sich die Daten etwas genauer an, so bestätigen sich wohl oder übel, was die meisten vermuten. Facebook hat jeden Tag Tausende Fans gefragt ob diese an den Weltfrieden innerhalb der nächsten 50 Jahre glauben. Leider wurde die Frage nicht lange gestellt, oder zumindest wurden die Daten noch nicht bearbeitet.

Die Daten sind leider nicht sehr aktuell und daher auch nicht wirklich repräsentativ. Vor allem bei Ägypten wären aktuelle Zahlen höchst interessant. Zahlen aus Deutschland, Turkey und Taiwan liegen übrigens zwischen Amerika und Israel und wurden Zwecks der Übersichtlichkeit ausgeblendet.

Weitere Daten die Facebook darstellt sind die Beziehungen zwischen Menschengruppen die sich von Haus aus, sagen wir, nicht so friedlich und freundlich gegenüber stehen.

Laut Facebook werden Verbindungen angezeigt, die jeden Tag zwischen Freunden mit verschiedenen Religionen entstehen. Demnach schließen in etwa ca. 90.000 Muslime & Christen und ca 45.000 Christen & Atheisten täglich eine neue Facebook-Freundschaft.

Bei den Gruppen Muslime & Juden und Sunniten & Schiiten muss man schon etwas genauer hinsehen. Blenden man nur diese beiden Vergleiche ein, erkennt man dass hier die Zahlen um einiges geringer sind. Hier muss aber relativiert werden. Immerhin ist die Zahl der Schiiten um einiges geringer als die der Christen (Christen in etwa 10 mal so viele). Somit ist die Anzahl der Möglichkeiten um etwa 1/10 geringer. Die Unterschiede sind aber immer noch gravierend, die Zahlen sprechen für sich.

Lernt euch kennen

Oder wie der Bürgermeister von Wien zu sagen pflegt “Durchs Reden kommen d’Leut zam”!

Die meisten Konflikte entstehen durch Vorurteile, durch “Tradition” und weil es halt immer schon so war. Ich bin überzeugt, durch das Kennen lernen würden sich viele Konflikte in Luft auflösen, Vorurteile würde sich als unwahr herausstellen und einem friedlicherem Miteinander lägen weniger Steine im Weg.

2 Kommentare

  1. Naja den Weltfrieden werden wir sowieso nicht mehr erleben und ich denke das dazu vorher noch einmal ein großer Knall kommen muss.

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