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Zwischen-Blog-technische Beziehungen

Ich stelle mir gerade die Frage, was der eigentliche Zweck des Bloggens ist. Das Verfassen von Beiträgen mit selbst geschriebenen Inhalten, das Kommentieren von solchen Beiträgen oder einfach nur das Zitieren und das “Darauf Aufmerksam machen”. Laut Wikipedia eigentlich alles zusammen.

Ein Weblog [ˈwɛblɒg] (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), oft einfach nur Blog [blɒg] genannt, ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet.

Einerseits würde man es sich doch ganz schön einfach machen wenn man nur Beiträge anderer zitiert, andererseits bekommen die Autoren dieser Beiträge ja auch das nötige Ansehen (sofern man die zitierten Inhalte auch als solche kennzeichnet) und gewinnen an Popularität, da man auf Grund des Zitates sich vielleicht auch für den restlichen Beitrag oder sogar andere Beiträge interessiert.

Ich finde jeder dieser “Blog-Arten” hat verschiedene Vorzüge. Jene Blogger die fast ausschließlich selbst verfasste Beiträge bloggen, können natürlich sehr stolz darauf sein, stolz selbst etwas verfasst zu haben, was wiederum andere Blogger mit großer Wahrscheinlichkeit kommentieren und zitieren werden. Oder sich einfach nur darüber freuen zu können, mit dem verfassten Beitrag anderen Leser einfach nur helfen zu können.
Jene Blogger die fast ausschliesslich andere Beiträge kommentieren haben im Prinzip nichts selbst verfasst. Können sie dennoch auf sich und ihr Werk stolz sein? Ich denke schon. Denn sie bieten eine Art Quelle an, eine Quelle bei der man sich über neue, informative und nützliche Beiträge informieren kann. Einer dieser “Quellen-Blogs” mit zusätzlicher eigenen Meinung ist, der laut Technorati dritt-einflussreichste Blog Deutschlangs, Basic Thinking Blog. Mit seinen 15 bis 20 täglichen Beiträgen zitiert und kommentiert oft andere Blogs, macht auf andere Internetseiten und Blogs aufmerksam oder aber verfasst auch eigene Beiträge über Erlebtes. Sein Blog und auch andere dieser Art sind natürlich die am häufigsten frequentierten Blogs, denn jemand der “nur” aus seinem Leben berichtet oder mit seinen Beiträgen Wissen vermittelt kann natürlich keine 15 oder sogar 20 Beiträge verfassen.

Doch wie sieht die Beziehung dieser Blogs zueinander aus? Könnten die einen ohne den anderen überhaupt bestehen? Gut eines ist gewiss, würde niemand über Erlebtes berichten oder sein Wissen in interessante Beiträge verpacken, hätte Robert Basic sicherlich nicht so viel, worüber er so informativ berichten könne. Auf der anderen Seite glaube ich dass jene Blogger die Wissen preisgeben, oder über Erlebtes berichten, nicht so bekannt werden, wenn sie auf “Quellen-Blogs” nicht erwähnt oder zitiert werden. Und einer der Hauptgründe solch Beiträge zu verfassen ist sicherlich, bekannter zu werden, anderen zu helfen (desto mehr desto besser) und auch den Dank und die Anerkennung anderer zu bekommen.

Ich finde also dass die Blogs untereinander, in einer gewissen Beziehung, kooperieren und nur als gesamtes Ganzes bestehen können.

Anbei noch ein paar Links zu Bloggs, welche ich in meine Überlegungen miteinbezogen hatte und erwähnenswert finde.

  • Basic Thinking Blog (s.o.) ein Blog der auf Interessantes aufmerksam macht, aber auch über selbst Erlebtes berichtet
  • VS-Geheim berichtet über selbst Erlebtes (nämlich den Alltag als Polizist)
  • TechEBlog hier wird rein auf anderes aufmerksam gemacht

Natürlich kann man nicht jeden Blog in eine Schublade stecken, das möchte ich auch nicht, aber ich finde man kann schon Tendenzen erkennen. Ich hoffe niemand ist beleidigt, schon gar nicht Robert Basic, aber sein Blog war es eigentlich der mir zu denken gab. Denn erst durch ihn, und seine Berichte wurde ich auf andere Blogs aufmerksam, welche ich auch per RSS abonniert habe. Also gäbe es ihn nicht, wäre mein RSS Reader sicherlich um einiges leerer.

2 Kommentare

  1. beleidigt sein? Wieso das denn? Hast Du mich etwa einen Apple-Fan genannt? Oder einen Google-Jünger? :-))

    np, das was Du das oben beschreibst, ist in der Tat eine ungefähre Zeichnung der Vernetzungmuster zwischen Blogs. Blogs, die typischerweise und häufig auf andere Quellen verlinken, nennt man Linkhubs. Quasi die originäre Form der Weblogs, bei der es natürlich nicht geblieben ist, betrachtet man die große Palette an Nutzungsformen.

    Es gibt neben diesem Unterteilungsraster andere Möglichkeiten. So zB ist eine recht bekannte Unterteilungsform nach dem Inhalt: informell (das Blog informiert sachlich), dialogisch (es informiert so, dass Gespräche zustande kommen bzw. angeregt werden) und persönlich (meinungsbehaftet). Das kann man dann natürlich wieder mischen :)

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  2. Und würdest du dich selbst als ein solcher Linkhub bezeichnen? Und natürlich war es mir klar das man Blogs in den verschiedensten Raster einteilen kann, auch wenn mir dein “Raster” noch nicht in den Sinn gekommen ist.

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